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Operation Basalt

Der Kommandoeinsatz auf Sark, der den Lauf der Geschichte veränderte.

Operation Basalt

Die Operation Basalt war ein Kommandoeinsatz auf Sark in der Nacht des 3. Oktober 1942. Ziel des Einsatzes war es, Informationen über die Lage auf Sark zu sammeln und einen oder mehrere deutsche Soldaten gefangen zu nehmen, um sie zur Vernehmung nach England zu bringen. Wider Erwarten wurden die Ziele erreicht, doch die Folgen des Einsatzes sollten weit über die kleine Insel Sark hinausreichen.

Die Kommandos landeten auf den Felsen unterhalb von Hog’s Back und erklommen die Klippe zur Landzunge oberhalb der Dixcart Bay. Die Landungsmannschaft hatte nur etwa drei Stunden Zeit für die Mission, bevor ihr Bootsführer den Befehl erhielt, mit oder ohne sie abzufahren.

Sie brachen in das Haus La Jaspellerie ein, wo sie auf eine Mrs. Pittard trafen, die ihnen freundlicherweise Informationen über den Aufenthaltsort einiger deutscher Soldaten gab: wenige hundert Meter entfernt im Dixcart Hotel. Als Vergeltungsmaßnahme für den Überfall Anfang 1943 wurde Mrs. Pittard schließlich nach Deutschland deportiert. Ihr Grab befindet sich in der Nähe der Familiengrabstätte der Herren von Sark.

Im Dixcart Hotel entdeckten die Kommandos einen Wachposten, der leise mit einem Messer ausgeschaltet wurde. Im Hotel nahmen sie fünf deutsche Soldaten gefangen, fesselten sie und trieben sie zurück zum Schiff. Als die Deutschen jedoch erkannten, wie wenige sie waren, leisteten sie Widerstand und schrien. In dem darauf folgenden Handgemenge wurden zwei Gefangene erschossen, zwei entkamen, und die Kommandos zogen sich mit ihrem letzten Gefangenen eilig zum Hog’s Back zurück. Glücklicherweise hatte der Kapitän die befohlene Abfahrtszeit überschritten und wartete noch auf die Kommandos. Mission erfüllt, fuhren sie mit voller Geschwindigkeit zurück nach Portland. Als sie Premierminister Winston Churchill über den Überfall berichteten, wurde in England erstmals von den Deportationen von Sark berichtet.

Nachdem Adolf Hitler erfahren hatte, dass deutsche Soldaten mit gefesselten Händen erschossen worden waren, erließ er seinen berüchtigten und illegalen „Kommandobefehl“. Dieser ordnete faktisch die Tötung aller gefangengenommenen Kommando- oder irregulären Soldaten an; eine Begnadigung war ausgeschlossen. Die Gefangenen durften jedoch vor ihrer Ermordung verhört werden. Viele tapfere Männer starben aufgrund dieses direkten Befehls Hitlers.

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