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Flora ist Sark

Vom Ödland zur Blüte!

Vor dem 19. Jahrhundert wurden so gut wie keine Aufzeichnungen über Sarks üppige Wildblumenpracht geführt. 1564 fand Helier de Carteret die Insel als windgepeitschtes Plateau vor, bedeckt mit Brombeersträuchern, Adlerfarn und Ginster, mit baumlosen Tälern. Heute präsentiert sich Sark mit einer spektakulären, farbenprächtigen Vielfalt an Wildblumen, sowohl einheimischen als auch exotischen. Die Insel beheimatet seltene Pflanzen- und Blumenarten, die nur an wenigen anderen Orten der Welt, geschweige denn auf den Britischen Inseln, vorkommen. Jede Jahreszeit bringt ein anderes Laubwerk hervor und macht Sarks Landschaft so abwechslungsreich, sich ständig verändernd und zu jeder Jahreszeit ein Genuss.

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Wilde Blumen im Frühling

Im Frühling dominieren Glockenblumen, Rote Lichtnelken und der Weiße Dreikantige Lauch, der aus dem Mittelmeerraum stammt und lokal als Wilder Knoblauch bekannt ist. Er hat einen dreieckigen Stängel und verströmt beim Zerreiben einen charakteristischen Knoblauchgeruch. Glockenblumen bedecken vor allem die Hänge des Dixcart-Tals, die Wälder von Port du Moulin und L'Epercquerie Common. Die Klippenwege und Feldränder der ganzen Insel erblühen in voller Pracht mit Primeln, Hundsveilchen und Schöllkraut. Der leuchtend gelbe Stechginster mit seinem üppigen Kokosduft beginnt um diese Jahreszeit in voller Blüte und kündigt den nahenden Sommer an!

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Leuchtende Farben des Sommers

Im Sommer bedecken die weißen Blüten der Strand-Leimkraut die Hänge und Gipfel der Klippen. Sie gesellen sich zu Fingerhut und Margerite, die ebenfalls überall auf der Insel zu sehen sind und sich leuchtend vom Blau des Meeres abheben. Grasnelke, Thymian, Meerfenchel und der seltenere Gold-Meerfenchel wachsen an den felsigen Hängen oberhalb der Buchten. Der markante Riesen-Nadelstrauch erreicht eine Höhe von über 2,5 Metern und ragt an den ungewöhnlichsten Orten empor. Diese Art wurde von den Kanarischen Inseln eingeführt und ist heute nur noch auf La Palma in freier Natur in 600 Metern Höhe im Lorbeerwald der Nebelzone anzutreffen. Überall auf der Insel sind die Ufer und Hecken voller kleinem blauen Schafsabbiss und Geißblatt, deren herrlicher Duft in der Sommerbrise weht.

Beeren im Herbst

Im Herbst, manchmal sogar schon im Spätsommer, tauchen die verschiedenen Beeren auf. Brombeeren pflücken und Marmelade kochen ist ein beliebter Zeitvertreib, da die Beeren an vielen Stellen der Insel wild wachsen und für alle leicht zugänglich sind. Zusammen mit Äpfeln aus der Region ergeben sie einen himmlischen Crumble! Neben den Brombeeren gibt es auch Schlehen. Obwohl sie nicht essbar sind, eignen sie sich hervorragend zur Herstellung von Schlehenlikör oder -wodka – ein festlicher Genuss. Füllen Sie eine Portion ab und lassen Sie sie ein Jahr lang reifen – das perfekte Weihnachtsgeschenk von Sark.

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Die Wintermonate

Auch wenn im Winter die Wildblumenpracht verblasst, ist die Landschaft alles andere als trist. Farne und Adlerfarn haben sich verfärbt, und das tiefe Rostrot der Landzungen bildet einen markanten Kontrast zum stahlblauen Meer. In vielerlei Hinsicht wirken die Farben rund um Sark im Winterlicht sogar tiefer und satter, ohne dass die grelle Sonne sie überstrahlt. Schon bald recken die Narzissen ihre fröhlichen gelben Blütenköpfe am Straßenrand und erhellen selbst die trübsten Tage.

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